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	<title>Kanban Archive - Blog Antje Lehmann Training + Consulting</title>
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	<description>Menschen zusammenbringen mit Projektmanagement und agilen Methoden: Training und Beratung - mit Praxisrelevanz!</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Mar 2026 18:12:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Scrum mit Kanban in der Praxis: Iterative Planung und Flow erfolgreich verbinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Antje Lehmann-Benz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 18:12:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Agil]]></category>
		<category><![CDATA[Hybrid]]></category>
		<category><![CDATA[Kanban]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir haben Scrum eingeführt – aber irgendwie passt es noch nicht ganz.&#8220; Oder umgekehrt: „Kanban funktioniert gut, aber uns fehlt die Orientierung.&#8220; Solche Rückmeldungen tauchen häufig erst einige Wochen nach der Einführung einer neuen Methode oder eines Frameworks auf. Am Anfang verbessert sich vieles: Die Transparenz steigt, Prioritäten werden klarer, Abstimmungen strukturierter. Doch mit der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/agil/scrum-mit-kanban-in-der-praxis-iterative-planung-und-flow-erfolgreich-verbinden/">Scrum mit Kanban in der Praxis: Iterative Planung und Flow erfolgreich verbinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com">Blog Antje Lehmann Training + Consulting</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Wir haben Scrum eingeführt – aber irgendwie passt es noch nicht ganz.&#8220; Oder umgekehrt: „Kanban funktioniert gut, aber uns fehlt die Orientierung.&#8220;</p>



<p>Solche Rückmeldungen tauchen häufig erst einige Wochen nach der Einführung einer neuen Methode oder eines Frameworks auf. Am Anfang verbessert sich vieles: Die Transparenz steigt, Prioritäten werden klarer, Abstimmungen strukturierter. Doch mit der Zeit zeigt sich, dass nicht jede Aufgabe gleich gut funktioniert. Manche passen perfekt in Iterationen, andere lassen sich schlicht nicht planen.</p>



<p>Das liegt selten daran, dass das Team falsch arbeitet. Meist liegt es daran, dass im Projekt mehrere Arten von Arbeit gleichzeitig existieren. Genau an diesem Punkt beginnen viele Teams, Elemente aus Scrum und Kanban zu kombinieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ein Framework allein oft nicht ausreicht</h2>



<p>Scrum strukturiert komplexe Entwicklung. Kanban stabilisiert den kontinuierlichen Arbeitsfluss. In der Realität treten beide Gegebenheiten oft gleichzeitig auf.&nbsp; Ein Team entwickelt neue Funktionen und reagiert gleichzeitig auf Fehler, Rückfragen oder kurzfristige Anforderungen. Wird alles in Sprints organisiert und diese Planung geschützt und beibehalten (wie in Scrum gute Praxis ist), kann eine sofortige Reaktionsfähigkeit nicht gegeben sein. Wird alles frei behandelt, kann Chaos und Arbeitsstau entstehen. Weder Scrum noch Kanban geben abschließende Orientierung, wie sich dieses Spannungsfeld auflösen lässt &#8211; hier braucht es Kombinationsgeist mit Fingerspitzengefühl für die individuelle Situation eines Teams.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel aus der Praxis</h3>



<p>Ein Softwareentwicklungs-Team arbeitet in zweiwöchigen Sprints an neuen Features. Gleichzeitig trudeln täglich Bugmeldungen und dringende Kundenanfragen ein. Die Folge: Der Sprint wird ständig gestört, Sprintziele werden regelmäßig verfehlt – nicht weil das Team schlecht arbeitet, sondern weil zwei unterschiedliche Arbeitstypen mit demselben Ansatz gesteuert werden.</p>



<p>Hybride Arbeitsweisen entstehen genau so häufig aus praktischer Notwendigkeit. Wie die grundsätzliche Entscheidung zwischen den beiden Ansätzen getroffen werden kann, zeige ich im Artikel <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/agil/scrum-oder-kanban/">Scrum oder Kanban: Wann passt welcher Ansatz?</a></p>



<p>Häufig geistert der Begriff “Scrumban” für die Kombination von Scrum mit Kanban umher &#8211; doch wofür steht dieser?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Scrumban eigentlich bedeutet</h2>



<p><a href="https://www.atlassian.com/agile/project-management/scrumban">Scrumban</a> ist kein eigenständiges Framework mit Zertifizierung und Regelwerk. Der Begriff entstand ursprünglich als Übergangsstrategie für Teams, die von Scrum zu Kanban wechseln wollten und hat sich seitdem als Beschreibung für eine ganze, eher undefinierter Klasse hybrider Arbeitsweisen etabliert.</p>



<p>Was Scrumban in der Praxis meint, oder zumindest meinen sollte (wenn der Begriff sorgfältig verwendet wird): Planung bleibt bestehen, aber Aufgaben bewegen sich kontinuierlich durch den Prozess. Iteration und Flow schließen sich nicht aus – sie werden bewusst verbunden. Eine gute Einführung in die Grundunterschiede zwischen beiden Ansätzen bietet übrigens der <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/">Vergleichsartikel Kanban oder Scrum</a>.</p>



<p><strong>Merksatz:</strong> Scrumban ist idealerweise kein Kompromiss zwischen zwei Methoden, sondern eine bewusste Entscheidung: Welche Arbeit braucht Struktur – und welche braucht Fluss?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Scrumban konkret aussehen kann</h2>



<p>In der Praxis zeigen sich wiederkehrende Muster. Hier sind drei, die besonders häufig auftauchen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Muster 1: Sprints mit Kanban-Visualisierung</h3>



<p>Ein Team plant weiterhin in zweiwöchigen Iterationen. Die Arbeit wird jedoch nicht nur als Sprintziel betrachtet, sondern als Fluss visualisiert. Das Board zeigt, wo Aufgaben stehen und wo sich Arbeit staut. <a href="https://www.atlassian.com/agile/kanban/wip-limits">WIP-Limits</a> (Begrenzung der gleichzeitig erledigten Arbeit) verhindern, dass einzelne Arbeitsschritte überlaufen.</p>



<p>Der Vorteil: Die Planung bleibt stabil, Engpässe werden früher sichtbar – noch während des Sprints, nicht erst in der Retrospektive.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis</strong></p>



<p>Ein Produktteam nutzt ein Sprint-Board mit Atlassian Jira, setzt sich aber zusätzlich WIP-Limits pro Spalte. In der dritten Woche fällt auf: In der Spalte „In Review&#8220; stauen sich regelmäßig 5–6 Aufgaben. Das Team reduziert den WIP-Limit auf 3 und etabliert ein tägliches kurzes Review-Pairing. Die durchschnittliche Umsetzungszeit sinkt in der Folge messbar, da sich der Fokus im Sprint auf einzelne Themen erhöht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Muster 2: Zwei parallele Bereiche auf einem Board</h3>



<p>Ein Entwicklungsteam arbeitet in Sprints, während Support- oder Betriebsarbeit kontinuierlich erfolgt. Beides läuft über ein gemeinsames Board – aber in getrennten Abschnitten (“Swimlanes”). Neue, ungeplante Aufgaben können so aufgenommen werden, ohne die gesamte Sprintplanung zu gefährden.</p>



<p>Der Effekt: Weniger Diskussionen über „unterbrochene Sprints&#8220;, mehr Klarheit über tatsächliche Kapazität. Das Team weiß von Anfang an und plant dies ein: Ein Teil der Kapazität gehört dem Unvorhergesehenen.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis</strong></p>



<p>Ein Kundenplattform-Team reserviert in jedem Sprint bewusst 20% der Kapazität für dringende Ad-hoc-Aufgaben. Diese laufen auf dem Board in einer eigenen Spur. Ergebnis: Die Feature-Entwicklung bleibt planbar, und Kundenanfragen werden trotzdem schnell bedient – ohne dass beides miteinander konkurriert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="528" src="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/03/image-1024x528.png" alt="" class="wp-image-351" srcset="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/03/image-1024x528.png 1024w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/03/image-300x155.png 300w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/03/image-768x396.png 768w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/03/image-600x309.png 600w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/03/image.png 1179w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Muster 3: Schlanke Meetings – aber kein Wegfall</h3>



<p>Viele Teams behalten kurze tägliche Abstimmungen bei, reduzieren aber starre Routinen. Retrospektiven finden beispielsweise monatlich statt nach jedem Sprint und werden so effektiv abgehalten, dass zusätzliche Abstimmungen reduziert werden können. Planung bleibt erhalten, Feedbackzyklen ebenso – aber besser angepasst an den Rhythmus der Arbeit.</p>



<p>Wichtig: Das bedeutet nicht, Meetings einfach wegzulassen. Es bedeutet, sie an den Arbeitsfluss bestmöglich anzupassen. Für verteilte Teams ist das ein besonders relevanter Hebel – mehr dazu im Artikel <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/projektmanagement/remote-teams-tipps/">5 Tipps für Remote-Teams</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Quick-Check: Wann welche Anpassung sinnvoll ist</h2>



<p>Hier eine Übersicht, die bei der Entscheidung helfen kann, ob und wie ein hybrides Modell mit Elementen aus Scrum und aus Kanban sinnvoll ist:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Eher Scrum-Struktur behalten</strong></td><td><strong>Eher stärker in Richtung Flow</strong></td></tr><tr><td>Viel planbare Feature-Entwicklung</td><td>Viel ungeplante, reaktive Arbeit</td></tr><tr><td>Stabile Teamzusammensetzung</td><td>Wechselndes Team oder unsichere Ressourcen</td></tr><tr><td>Klarer Produktfokus mit gepflegtem Backlog</td><td>Support, Betrieb oder Wartung dominieren</td></tr><tr><td>Regelmäßige Stakeholder-Reviews gewünscht</td><td>Schnelle Einzellieferungen wichtiger als Taktung</td></tr><tr><td>Team braucht Orientierung und Rhythmus</td><td>Team will maximale Flexibilität</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Kein Kriterium allein ist entscheidend. Wichtig ist der Gesamtblick: Wie viel der täglichen Arbeit ist planbar – und wie viel nicht? Alles, was nicht eindeutig beantwortet werden kann, sondern irgendwo dazwischen: Hier können Kombinationen der Elemente aus Scrum und Kanban besonders wirksam sein (Hinweis: Dazu am besten eine gute Begleitung in Form eines erfahrenen Coaches suchen).</p>



<p><strong>Faustregel: </strong>Wenn mehr als 30% der täglichen Arbeit nicht aus dem Sprint-Backlog stammt, lohnt es sich zu prüfen, ob die aktuelle Arbeitsweise noch zur Realität des Teams passt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Praxisbeispiel: Wenn Planung auf Realität trifft</h2>



<p>Ein Unternehmen entwickelt eine neue Kundenplattform. Das Team arbeitet zunächst streng nach Scrum – jede Aufgabe im Sprint geplant, das Sprintziel fest definiert.</p>



<p>Nach einigen Wochen zeigt sich: Täglich kommen Sonderfälle. Kundendaten müssen kurzfristig angepasst werden, bestimmte Nutzer brauchen sofortige Lösungen. Die Sprintplanung wird regelmäßig gestört – obwohl das Team effizient arbeitet.</p>



<p>Das Team entscheidet sich nicht gegen Scrum, sondern für mehr Transparenz:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Features bleiben geplant und laufen im Sprint wie bisher</li>



<li>Dringende Aufgaben erhalten eine eigene Swimlane mit einem WIP-Limit von 2</li>



<li>In der Sprintplanung wird bewusst ein Puffer von 15–20 % eingeplant</li>



<li>Die Retrospektive analysiert regelmäßig das Verhältnis von geplanter zu ungeplanter Arbeit</li>
</ul>



<p>Die Folge: weniger Konflikte über Prioritäten, ein realistischerer Blick auf den Arbeitsaufwand und ein Team, das endlich aufgehört hat, sich für „unterbrochene Sprints&#8220; zu entschuldigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann eine Kombination aus Scrum und Kanban besonders sinnvoll wird</h2>



<p>Eine Kombination hilft besonders, wenn mehrere Arbeitsmodi gleichzeitig existieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Produktentwicklung plus Wartung</li>



<li>Projektarbeit plus Support</li>



<li>Planbare Releases plus kurzfristige Anforderungen</li>



<li>Neuentwicklung plus laufender Betrieb</li>
</ul>



<p>Je stärker ein Produkt in den Betrieb übergeht, desto häufiger entsteht diese Mischung. Strenges Festhalten am Framework wie zu Entwicklungsbeginn wirkt sich dann oft nicht flexibel oder nicht genug an die Situation angepasst aus.&nbsp;</p>



<p>Wichtig: Es geht nicht darum, Regeln etwa von Scrum einfach wegzulassen. Es bedeutet, verschiedene Arten von Arbeit sichtbarer zu machen und bewusst zu steuern.</p>



<p>Teams sollten sich regelmäßig folgende Fragen stellen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche unserer Arbeit ist planbar – und welche ist reaktiv?</li>



<li>Wie viel Kapazität braucht jede Arbeitsart?</li>



<li>Welche Meeting-Formate passen noch zu unserem Rhythmus?</li>



<li>Wo entstehen Engpässe – und woran erkennen wir sie frühzeitig?</li>
</ul>



<p>Nicht weniger Struktur ist das Ziel – sondern passende Struktur. Wer verschiedene Elemente einführt und kombiniert, sollte das explizit besprechen und dokumentieren, damit alle im Team dieselbe Vorstellung davon haben, wie zusammengearbeitet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>“Scrum oder Kanban” ist selten die eigentliche Frage. Diese lautet vielmehr: “Welche Art von Arbeit haben wir gerade und was braucht sie?”</p>



<p>Planbare Entwicklung profitiert von Struktur. Kontinuierliche Aufgaben profitieren von Flow. Viele Teams brauchen beides gleichzeitig – und genau dafür bietet eine Kombi aus Scrum und Kanban einen pragmatischen Rahmen.</p>



<p>Hybride Arbeitsweisen sind kein Kompromiss und kein Zeichen dafür, dass etwas „gescheitert&#8220; ist. Sie sind eine bewusste Entscheidung, die Arbeitsweise regelmäßig an Realität und Ziele anzupassen. Agilität entsteht nicht durch das Befolgen eines Modells, sondern durch reflektiertes Arbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">FAQ – Scrum, Kanban und hybride Arbeitsweisen</h2>



<p><strong>Kann man Scrum und Kanban gleichzeitig nutzen?</strong></p>



<p>Ja. Häufig planen Teams Features in Sprints und steuern ungeplante Aufgaben über ein kontinuierliches Board mit WIP-Limits. Entscheidend ist, dass beide Boardbereiche für das gesamte Team sichtbar und transparent sind und klar ist, nach welchen Regeln priorisiert wird.</p>



<p><strong>Wann sollte ein Team darüber nachdenken, kombinierte Elemente aus Scrum und Kanban einzuführen?</strong></p>



<p>Wenn regelmäßig ungeplante Aufgaben Sprintziele verdrängen oder Planung und Realität sichtbar auseinanderlaufen, kann die Ursache auch darin liegen, dass mehrere Arbeitstypen parallel existieren. Das ist dann kein Versagen des Frameworks, sondern ein Signal, dass die Arbeitsweise angepasst werden sollte.</p>



<p><strong>Was ist “Scrumban” genau?</strong></p>



<p>Das Konzept von “<a href="https://www.atlassian.com/de/agile/project-management/scrumban">Scrumban</a>” beschreibt eine mögliche Kombination aus strukturierter Planung (Scrum) und kontinuierlicher Flusssteuerung (Kanban), ohne ein eigenes starres Regelwerk zu definieren. Der Begriff ist eher beschreibend als normativ – er sagt, was Teams tun, nicht wie sie es exakt tun sollen.</p>



<p><strong>Macht dies Scrum überflüssig?</strong></p>



<p>Nein. Die Struktur bleibt erhalten. Sie wird lediglich ergänzt, um besser zur tatsächlichen Arbeitsweise zu passen. Scrum mit Kanban ist kein Ausstieg aus Scrum, sondern eine Erweiterung.</p>



<p><strong>Sollte man direkt mit der Kombination aus Scrum und Kanban starten?</strong></p>



<p>In der Regel hilft es, zunächst ein Framework kennenzulernen und zu verstehen, wie und warum es funktioniert. Eine Kombination entsteht sinnvoll, sobald echte Arbeitsmuster sichtbar werden – und das Team eine fundierte Basis hat, von der aus es bewusst anpasst.</p>



<p><strong>Wie messe ich, ob mein Ansatz funktioniert?</strong></p>



<p>Achtet auf konkrete Signale: Werden Sprintziele häufiger erreicht? Sinkt die Cycle Time (Umsetzungsdauer) für ungeplante Aufgaben? Gibt es weniger Konflikte über Prioritäten? Werden Retrospektiven wieder produktiver? Das sind verlässlichere Indikatoren als das Gefühl, „agiler&#8220; zu sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/agil/scrum-mit-kanban-in-der-praxis-iterative-planung-und-flow-erfolgreich-verbinden/">Scrum mit Kanban in der Praxis: Iterative Planung und Flow erfolgreich verbinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com">Blog Antje Lehmann Training + Consulting</a>.</p>
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		<title>Wann passt welcher Ansatz? Das Scrum Framework oder Kanban als Methode richtig einsetzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Antje Lehmann-Benz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 15:19:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Agil]]></category>
		<category><![CDATA[Hybrid]]></category>
		<category><![CDATA[Kanban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir wollen agil(er) arbeiten, aber mit welchem Ansatz starten wir? Mit Scrum oder mit Kanban – oder ganz anders?&#8220; Diese Frage höre ich oft in meiner Arbeit als Scrum Master und Agile Coach. Und die schlechte Nachricht: Es gibt keine pauschale Antwort, die für alle Teams passt. Die gute Nachricht: Es gibt klare Kriterien und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/agil/scrum-oder-kanban/">Wann passt welcher Ansatz? Das Scrum Framework oder Kanban als Methode richtig einsetzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com">Blog Antje Lehmann Training + Consulting</a>.</p>
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<p>„Wir wollen agil(er) arbeiten, aber mit welchem Ansatz starten wir? Mit Scrum oder mit Kanban – oder ganz anders?&#8220;</p>



<p>Diese Frage höre ich oft in meiner Arbeit als Scrum Master und Agile Coach. Und die schlechte Nachricht: Es gibt keine pauschale Antwort, die für alle Teams passt.</p>



<p>Die gute Nachricht: Es gibt klare Kriterien und konkrete Situationen, die bei der Entscheidung helfen. Wer die richtigen Fragen stellt und die Rahmenbedingungen seines Teams kennt, kann eine fundierte Wahl treffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Entscheidung: Keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Voraussetzungen</strong></h2>



<p>In der Theorie klingen beide Ansätze gut. Scrum verspricht einen Rahmen mit logischem Aufbau und klaren Verantwortlichkeiten. Kanban bietet einen flexiblen Ansatz mit (bei guter Anwendung) besserem, kontinuierlichen Fluss. Beide wecken Hoffnungen auf weniger Abstimmungsmeetings. In der Praxis zeigt sich: Die Entscheidung hängt von sehr konkreten Faktoren ab.</p>



<p>Bevor wir uns die einzelnen Szenarien ansehen, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Entscheidungskriterien. Dazu könnt ihr euch als Team folgende Fragen stellen:</p>



<p><strong>Wie stabil ist euer Team?</strong><strong><br></strong>Scrum-Teams profitieren davon, wenn sie fest und idealerweise auch schon eingespielt sind, mit klaren Verantwortlichkeiten und längerfristiger Perspektive. Wenn das Team oft wechselt oder Ressourcen generell unsicher sind, kann Scrum schlechter funktionieren und eventuell Kanban der passendere Ansatz sein.</p>



<p><strong>Wie planbar ist eure Arbeit?</strong><strong><br></strong>Scrum funktioniert besser bei klaren, gut gepflegten Product Backlogs und einer Planbarkeit für zumindest den Zeitraum einer Iteration (eines Sprints). Kanban eignet sich hingegen gut bei kontinuierlichem, aber unvorhersehbarem Input &#8212; etwa, wenn euer Team viel mit Support, Betrieb, Bugs und ähnliche Aufgaben, die ungeplant hereinkommen, beschäftigt ist.</p>



<p><strong>Wie viel Zeit habt ihr für Abstimmung?</strong><strong><br></strong>Scrum bringt feste Events mit sich: Planning, Daily, Review, Retrospektive. Auch wenn diese den Abstimmungsbedarf bereits auf ein notwendiges Minimum reduzieren sollen – wer selbst dafür wenig Zeit hat oder stark verteilt arbeitet, kann von einem Kanban-Setup mit weniger eingeplanter Meetingzeit bereits profitieren – wenn auch vielleicht mit Einbußen, da natürlich Abstimmungsmöglichkeiten verloren gehen.</p>



<p><strong>Was wollt ihr erreichen?</strong><strong><br></strong>Mehr Fokus, bessere Vorhersagbarkeit für die Zeiträume von ein oder zwei Sprints, klare Verantwortlichkeiten, effektive Zielsetzung- und -erreichung, Lernzyklen in komplexen Umgebungen? Dann eher Scrum.<br>Mehr Flow, kürzere Durchlaufzeiten, flexible Steuerung, effizientere Zusammenarbeit? Dann können Euch zwar beide Ansätze helfen, aber Kanban kann je nach Beantwortung der anderen Fragen schon sehr viele Vorteile bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wann Scrum die richtige Wahl ist</strong></h2>



<p>Scrum entfaltet seine Stärken besonders in folgenden Szenarien:</p>



<p><strong>1. Komplexe Produktentwicklung mit vielen Beteiligten</strong><strong><br></strong>Wenn ein Team an einem komplexen Produkt oder Feature arbeitet und regelmäßige Planung und Feedback wichtig sind, bietet Scrum den idealen Rahmen. Die Sprint-Struktur hilft, komplexe Anforderungen in überschaubare Häppchen zu zerlegen und schrittweise Ergebnisse zu liefern.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein Start-up entwickelt eine neue Finanz-App. Das Entwicklungsteam arbeitet in zweiwöchigen Sprints. Jeder Sprint endet mit einem Review, bei dem das Team neue Features direkt mit ersten Nutzern testet. Das Feedback fließt in den nächsten Sprint ein. So kann das Team schnell lernen und Anpassungen vornehmen, ohne monatelang in die falsche Richtung zu entwickeln.</p>



<p><strong>2. Feste Taktung</strong><strong><br></strong>Scrum bringt einen stabilen Arbeitsrhythmus ins Vorhaben des Teams. Mit regelmäßigen Sprints (z.B. immer 2 oder 3 Wochen lang – mehr als 4 sollten es laut <a href="https://scrumguides.org/">Scrum Guide</a> nicht sein) und Reviews stellen sich Teams so auf, dass sie kontinuierlich Neues liefern, und der Fortschritt lässt sich besonders nach den ersten Sprints immer besser einschätzen. Das ist auch dann wertvoll, wenn externe Stakeholder auf Zusagen angewiesen sind.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein E-Commerce-Unternehmen bereitet sich auf die Weihnachtssaison vor. Das Team muss bis Ende Oktober neue Payment-Optionen und verbesserte Checkout-Prozesse live bringen. Mit Scrum kann das Team in 2-Wochen-Sprints arbeiten, am Ende jedes Sprints den Fortschritt zeigen und transparent machen, ob der Termin gehalten werden kann. Wenn nicht, können sie gemeinsam mit ihren Stakeholdern schnell sprechen und, wenn notwendig, gegensteuern.</p>



<p><strong>3. Cross-funktionale Teams mit hoher Autonomie</strong><strong><br></strong>Scrum funktioniert am besten mit Teams, die gemeinsam Verantwortung übernehmen, schnell auf Feedback reagieren können und ihre Arbeit weitgehend selbst organisieren. Die klaren Verantwortlichkeiten im Team (Product Owner, Scrum Master, Developers) schaffen Orientierung, ohne Mikromanagement zu betreiben. Gleichzeitig verteilen sie die vielen verschiedenen Perspektiven der Teamarbeit auf unterschiedliche Schultern, so dass sich alle auf ihren Aufgabenbereich konzentrieren können.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein Softwarehaus entwickelt eine neue CRM-Lösung. Das Team besteht aus Frontend-Entwicklern, Backend-Entwicklern, UX-Designern und QA-Testern. Alle sitzen im selben Scrum-Team als “Developers” und arbeiten gemeinsam an User Storys aus dem Backlog. Durch die Scrum Daily Events jeden Morgen sieht jeder, woran die anderen gerade arbeiten, ob sie Unterstützung brauchen, und ob es Abhängigkeiten geben könnte.</p>



<p><strong>4. Notwendigkeit für regelmäßige Lern- und Verbesserungszyklen</strong><strong><br></strong>Wenn sich das Produkt dank Kundenfeedback zwar inhaltlich weiterentwickelt und nur langsam Form annimmt, das Team aber trotzdem eine klare Struktur für Releases braucht, ist Scrum ein gut geeigneter Rahmen. Ganz wichtig dabei: Die Retrospektive am Ende jedes Sprints, die dafür sorgt, dass das Team nicht nur am Produkt, sondern auch an der eigenen Arbeitsweise feilt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>So startet Ihr mit Scrum:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Team sowie Sprintplanung aufsetzen und Sprintdauer festlegen (z.B. 2-Wochen-Zyklen mit klaren Zielen)</li>



<li>Backlog mit ersten User Storys erstellen und priorisieren (digital z.B. mit Atlassian Jira, Azure DevOps oder anderen Tools – gerne auch auf Zetteln an einem Whiteboard)</li>



<li>Daily Scrums für die Team-Synchronisation aufsetzen</li>



<li>Sprint-Reviews (mit Stakeholdern) und Retrospektiven (mit dem Team) für kontinuierliche Verbesserungen etablieren</li>



<li>Backlog kontinuierlich verfeinern</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="342" src="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-1-1024x342.png" alt="" class="wp-image-340" srcset="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-1-1024x342.png 1024w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-1-300x100.png 300w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-1-768x256.png 768w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-1-600x200.png 600w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-1.png 1535w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><em>Beispiel für Scrum-Board in Atlassian Jira mit Sprintziel (Cloud)</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wann Kanban eine gute Wahl ist</strong></h2>



<p>Die Wahl zwischen den Ansätzen ist nicht immer klar vorzugeben. Die Kanban-Methode zeigt aber ihre Stärken besonders in teilweise anderen Situationen:</p>



<p><strong>1. Kontinuierlicher, unvorhersehbarer Arbeitsfluss</strong><strong><br></strong>Wenn Aufgaben kontinuierlich und unvorhersehbar hereinkommen &#8212; ohne dass sich feste Iterationen sinnvoll planen lassen &#8212; ist Kanban ein idealer Ansatz. Die Methode sorgt für klaren Überblick und konzentriert sich darauf, dass die Arbeit fließt und Engpässe erkannt und beseitigt werden.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein IT-Support-Team bearbeitet täglich zwischen 20 und 100 Tickets &#8212; von einfachen Passwort-Resets bis zu komplexen Systemausfällen. Mit Kanban visualisiert das Team alle offenen Tickets auf einem Board. Sobald die Spalte &#8222;In Progress&#8220; zu voll wird, ist sofort klar: Es gibt einen Engpass. Das Team kann dann gemeinsam entscheiden, ob Prioritäten verschoben oder zusätzliche Ressourcen aktiviert werden müssen. Sie können auch Spaltenbegrenzungen (“WIP-Limits”) einführen, um ein Überlaufen zu vermeiden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="417" height="488" src="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image.png" alt="" class="wp-image-339" srcset="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image.png 417w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2026/02/image-256x300.png 256w" sizes="(max-width: 417px) 100vw, 417px" /></figure>



<p><em>Beispiel-WIP-Limit (Einstellung in einem Kanban-Board in Atlassian Jira)</em></p>



<p><strong>2. Wechselnde Prioritäten und häufige Ad-hoc-Anfragen</strong><strong><br></strong>Wenn Anforderungen sich ständig ändern, bietet Kanban die Flexibilität, Aufgaben schnell neu zu priorisieren, ohne den Arbeitsfluss zu sehr zu stören. Vielleicht auch, weil das Team eher im Produkt-Betriebsmodus als an der Neuentwicklung arbeitet.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein Migrationsteam überführt über 1.000 Kundendatensätze aus Altsystemen in eine neue Plattform &#8212; parallel zum laufenden Betrieb. Täglich kommen neue Anforderungen von Kunden, die dringend bestimmte Daten benötigen. Mit Kanban kann das Team flexibel reagieren: Dringende Aufgaben wandern nach oben im Backlog, werden gezogen, sobald Kapazität frei wird, und das Team behält durch WIP-Limits den Überblick.</p>



<p><strong>3. Fokus auf Durchsatz (engl. Throughput) und kürzere Zykluszeiten (Cycle Times)</strong><strong><br></strong>Wenn es darum geht, möglichst schnell möglichst viele Aufgaben abzuarbeiten &#8212; und weniger darum, komplexe Features schrittweise zu entwickeln &#8212; kann Kanban gut glänzen. Die Metriken Cycle Time (wie lange braucht eine Aufgabe vom Start bis zum Abschluss?) und Throughput (wie viele Aufgaben schaffen wir pro Woche?) helfen, die Effizienz zu steigern. Scrum-Teams, die hiervon ebenfalls profitieren möchten, finden dazu übrigens <a href="https://www.scrum.org/resources/blog/4-key-flow-metrics-and-how-use-them-scrums-events">hier </a>wertvolle Tipps.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein Wartungsteam ist verantwortlich für kleinere Updates und Bugfixes an einer etablierten Software. Mit Kanban trackt das Team seine Cycle Time und stellt fest: Bestimmte Arten von Tickets dauern systematisch länger. Das Team führt eine neue Regel ein: Komplexere Tickets werden vorher in kleinere Teilaufgaben zerlegt. Ergebnis: Die durchschnittliche Cycle Time sinkt um 30%.</p>



<p><strong>4. Teams mit wenig Zeit für Meetings</strong><strong><br></strong>Kanban schreibt per se weder Rollen noch feste Meetings / Events vor. Teams, die stark verteilt arbeiten oder wenig Zeit für Besprechungen haben, können mit einem schlanken Kanban-Setup trotzdem von mehr Transparenz in ihrer Arbeit profitieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>So setzt ihr euren Kanban-Ansatz um:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Überlegt euch, wer euer Team darstellt und denkt dabei auch an euren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wertstrom">Wertstrom </a>– wo braucht ihr mehr Transparenz und bessere Arbeitsorganisation?</li>



<li>Nutzt ein physisches Board oder digitale Tools wie Trello, Jira oder Asana</li>



<li>Visualisiert alle Aufgaben und Phasen und überlegt euch einen sinnvollen Prozess für den Arbeitsfluss (z.B. &#8222;To Do&#8220;, &#8222;In Progress&#8220;, &#8222;Review&#8220;, &#8222;Done&#8220;)</li>



<li>Beobachtet Arbeitsstaus und reagiert darauf</li>



<li>Bonus: Messt regelmäßig Cycle Time und Throughput, um Verbesserungspotenziale zu erkennen</li>



<li>Bonus: Definiert klare Work-in-Progress-Limits für jede Spalte, um Fokus zu behalten – am besten ist es, wenn das Team dies nach einiger Zeit von sich aus einfordert, weil die Notwendigkeit gesehen wird. Kanban lebt von evolutionärer Verbesserung aus dem Team heraus</li>



<li>Bonus: Trefft euch immer wieder zu Retrospektiven, in denen ihr eure Arbeitsweise und Verbesserungen gemeinsam beleuchtet</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entscheidungshilfe Scrum oder Kanban: Der Quick-Check</strong></h2>



<p>Hier eine kompakte Übersicht, die bei der Entscheidung helfen kann:</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Scrum passt gut, wenn:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ihr an komplexen Produkten oder Features arbeitet</li>



<li>Regelmäßige, iterative Planung und Feedback wichtig sind</li>



<li>Ihr Sprints braucht, um Ergebnisse fokussierter zu liefern</li>



<li>Ihr in einem cross-funktionalen Team arbeitet</li>



<li>Regelmäßige Events (Dailys, Retrospektiven) für euch sinnvoll sind</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kanban passt gut, wenn:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ihr mit anderen Abteilungen mehr Austausch sucht</li>



<li>Aufgaben kontinuierlich und ungeplant hereinkommen und Prioritäten sich häufig ändern</li>



<li>Ihr flexibel auf Ad-hoc-Anfragen reagieren müsst</li>



<li>Das Team wenig Zeit für Besprechungen hat</li>



<li>Ihr an Support, Wartung, Betrieb oder Migration arbeitet</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Und was ist mit Kombinationen?</strong></h3>



<p>In der Realität halten sich Teams selten strikt an nur ein Framework. Viele kombinieren Elemente aus Scrum und Kanban, etwa Sprints mit Kanban-Boards, oder feste Events mit flexiblem Flow. Doch das ist ein eigenes Thema, dem wir uns im nächsten Artikel widmen werden.</p>



<p><strong>Wichtig: Nicht dogmatisch entscheiden</strong></p>



<p>Die Wahl zwischen Scrum und Kanban ist kein Bekenntnis fürs Leben. Viele Teams starten zunächst mit einem Ansatz und passen ihre Arbeitsweise im Laufe der Zeit an.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Beispiele aus der Praxis:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Teams starten mit Kanban, weil es niedrigschwelliger ist und wechseln später zu Scrum, weil sie doch vom zielorientierten Arbeiten in Sprints profitieren können</li>



<li>Produktentwicklungs-Teams arbeiten mit Scrum, wechseln dann zu Kanban, wenn sie von einem Neuentwicklungs- eher in eine Art Betriebsmodus ihres Produkts übergehen</li>



<li>Teams bleiben bei Scrum, wenden aber Kanban-Praktiken wie WIP-Limits oder Cycle Time-Messung an</li>
</ul>



<p>Das Wichtigste: Testet, sprecht drüber, lernt. Seid bereit, eure Arbeitsweise anzupassen, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Sucht euch erfahrene Begleitung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Die Entscheidung zwischen Scrum und Kanban ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Voraussetzungen und Ziele. Wer von der Taktung und Struktur profitieren kann, fährt mit Scrum sehr gut. Wer dagegen besonders viel Flexibilität benötigt und mit wechselnden Prioritäten bei ständigem Anforderungseingang auf einen guten Arbeitsfluss setzen möchte, ist mit Kanban gut bedient.</p>



<p>Am Ende geht es nicht darum, das &#8222;richtige&#8220; Framework zu finden, sondern ein Arbeitsmodell zu entwickeln, das zum Team, zum Produkt und zu den Rahmenbedingungen passt und das sich mit den Anforderungen weiterentwickelt.</p>



<p>Scrum oder Kanban sind keine “Patentrezepte” für Agilität, sondern Werkzeuge, die ihre Wirkung nur im passenden Kontext entfalten. Entscheidend ist nicht, welchem Ansatz ihr folgt, sondern wie gut eure Arbeitsweise zu eurem Team, euren Zielen und euren Rahmenbedingungen passt. Wer strukturiert lernen, planen und liefern will, findet mit Scrum einen starken Rahmen. Wer mit hoher Dynamik, wechselnden Prioritäten und kontinuierlichem Arbeitsfluss umgehen muss und dabei hohe Transparenz möchte, ist mit Kanban oft gut beraten. Erfolgreiche Teams bleiben dabei neugierig, reflektieren regelmäßig und entwickeln ihr Vorgehen weiter – statt sich starr an ein Modell zu klammern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>FAQ: Scrum oder Kanban. Wann passt welches Framework?</strong></h2>



<p><strong>Kann man Scrum und Kanban gleichzeitig nutzen?</strong><strong><br></strong>Ja, und das ist sogar sehr verbreitet. Viele Teams arbeiten in Sprints und nutzen ein einfaches Kanban-Board zur Visualisierung der Arbeit im Sprint, in dem sie auch WIP-Limits einsetzen. Andere kombinieren Scrum für geplante Feature-Entwicklung mit Kanban für ungeplante Support-Aufgaben. Wichtig ist nur, dass alle im Team verstehen, wie zusammengearbeitet wird.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie entscheide ich, wenn mein Team völlig neu ist?</strong><strong><br></strong>Für neue Teams und/oder solche, die mit agilen Arbeitsweisen noch nicht sehr vertraut sind, kann Scrum mit seinen klaren Rollen und Events Orientierung geben. Allerdings sollte das Team nicht überfordert werden und verstehen, wie und warum es so arbeitet &#8212; dann ist es wichtig, dass das Team vom Scrum Master gut begleitet wird. Kanban kann eine Alternative sein, wenn das Team schon sehr selbstorganisiert arbeitet – oder auch, um dieses zunächst zu fördern. Hier kann auch zunächst mit dem Notwendigsten (Board, Arbeitsablauf) gestartet und dann nach und nach die Methode erweitert und verfeinert werden.</p>



<p><strong>Was mache ich, wenn das Team sich nicht einigen kann?</strong><strong><br></strong>Testet beide Ansätze für jeweils 4 Wochen und entscheidet dann gemeinsam. Dokumentiert dabei: Was lief gut? Was war schwierig? Was hat gefehlt? Diese Erfahrungswerte sind oft aussagekräftiger als theoretische Überlegungen.</p>



<p><strong>Muss ich den Scrum Guide oder die Kanban-Prinzipien zu 100% umsetzen?</strong><strong><br></strong>Gerade am Anfang ist es sinnvoll, sich an den Grundprinzipien zu orientieren und diese zunächst zu verstehen. Teams dürfen (und sollen) ihre Arbeitsweise anpassen, gerade bei Kanban ist diese Grundidee auch in die Methode eingebaut. Wer Dinge aus dem Scrum Guide weg lässt oder verändert, riskiert eine Verwässerung des Ansatzes, aber dennoch sollte jeder Start mit Scrum natürlich mit Bedacht und Umsicht vonstatten gehen. Wichtig ist nur: Reflektiert regelmäßig, ob eure Arbeitsweisen noch sinnvoll sind und wo es Verbesserungspotential gibt.</p>



<p><strong>Wie erkenne ich, ob unser aktueller Ansatz noch passt?</strong><strong><br></strong>Achtet auf Warnsignale: Fühlen sich Meetings und Austausche wie Zeitverschwendung an? Werden Sprintziele regelmäßig nicht geschafft oder sind sie kaum noch planbar aufgrund zu vieler Ad-Hoc-Themen? Staut sich die Arbeit an bestimmten Stellen? Gibt es häufige Konflikte über Prioritäten? Solche Anzeichen können bedeuten, dass die gewählte Arbeitsweise, aber oft auch die Ausgestaltung dieser, Optimierungsbedarf hat.</p>



<p><strong>Was, wenn mein Unternehmen (oder bei externer Mitarbeit auch: Unternehmskunde) auf einen bestimmten Ansatz besteht?</strong><strong><br></strong>Manche Unternehmen haben Standards (z.B. &#8222;alle agilen Teams bei uns arbeiten mit Scrum&#8220;). Das kann aber in manchen Situationen hinderlich sein. Versucht in diesem Fall, so viel Flexibilität wie möglich zu schaffen &#8212; zum Beispiel durch die Anpassung von Sprint-Längen oder durch die Kombination mit Kanban-Elementen.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/agil/scrum-oder-kanban/">Wann passt welcher Ansatz? Das Scrum Framework oder Kanban als Methode richtig einsetzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com">Blog Antje Lehmann Training + Consulting</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kanban oder Scrum? Zwei agile Ansätze im Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Antje Lehmann-Benz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 11:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Agil]]></category>
		<category><![CDATA[Hybrid]]></category>
		<category><![CDATA[Kanban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Agiles Arbeiten ist längst in Unternehmen aller Größen angekommen. Doch sobald Menschen auf dieses Thema stoßen, taucht eine der häufigsten Fragen auf: Welcher Ansatz passt am besten zur Arbeit des Teams? Und manchmal auch ganz konkret: Scrum oder Kanban?  Beide Ansätze können die Team-Agilität fördern, beide steigern Transparenz und Zusammenarbeit, und beide sind längst bereits [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Agiles Arbeiten ist längst in Unternehmen aller Größen angekommen. Doch sobald Menschen auf dieses Thema stoßen, taucht eine der häufigsten Fragen auf: Welcher Ansatz passt am besten zur Arbeit des Teams? Und manchmal auch ganz konkret: Scrum oder Kanban? </p>


<p>Beide Ansätze können die Team-Agilität fördern, beide steigern Transparenz und Zusammenarbeit, und beide sind längst bereits in IT wie auch in vielen anderen Bereichen im Einsatz. Trotzdem unterscheiden sie sich grundlegend, etwa in Grundideen, Struktur, Rhythmus und Flexibilität.</p>



<p>Wer die Unterschiede versteht, kann nicht nur die richtige Wahl für sein Team treffen, sondern auch typische Stolperfallen vermeiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Scrum: feste Verantwortlichkeiten und ein klarer Takt</strong></h2>



<p>Scrum entstand Anfang der 1990er-Jahre. Jeff Sutherland und Ken Schwaber entwickelten das Framework, inspiriert durch ein <em>Harvard Business Review</em>-Paper von Takeuchi und Nonaka („The New New Product Development Game“, 1986). Darin wurde Produktentwicklung als Teamsport beschrieben, bei dem interdisziplinäre Gruppen eng gemeinsam, wie bei einem Rugby-Scrum („<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gedr%C3%A4nge_(Rugby)">Gedränge</a>“), arbeiten.</p>



<p>Wer dem Scrum-Framework folgt, teilt Arbeit in kurze, feste Zyklen: sogenannte Sprints. Ein Sprint dauert meist ein bis maximal vier Wochen. Ziel ist es, am Ende jedes Sprints (manchmal auch Iteration oder Arbeitszyklus genannt) ein potenziell nutzbares Ergebnis zu liefern. Ein neuer Ansatz für viele: statt monatelang vor sich hin zu entwickeln, verpflichten sich Scrum-Teams, früh und häufig echte Ergebnisse zu liefern.</p>



<p>Charakteristisch für Scrum sind die <strong>klar definierten Verantwortlichkeiten </strong>im Team:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein <em>Product Owner</em> im Scrum-Team vertritt die Interessen der Stakeholder und priorisiert die Arbeit.<br></li>



<li>Ein <em>Scrum Master</em> im Scrum-Team achtet auf die Einhaltung des Frameworks und fördert die Zusammenarbeit und Optimierung dieser.<br></li>



<li>Die <em>Developerinnen </em>und<em> Developer </em>planen ihre Sprints gemeinsam mit Product Owner und Scrum Master und setzen dann die Arbeit um.<br></li>
</ul>



<p>Unterstützt wird dieses Zusammenspiel durch die regelmäßigen <strong>Events </strong>in Scrum: Planning, Daily, Review und <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/hybrid/retrospektiven-so-steigern-sie-die-teamleistung/">Retrospektive</a>. Sie geben dem Projekt einen festen Rhythmus, der wie ein “Herzschlag” wirkt (Aussage im <a href="https://www.scrum.org/">Scrum Guide</a>). Dadurch sind die Strukturen verlässlich, wiederkehrend und planbar. Durch die eingebaute Feedbackschleifen in jedem Zyklus hat das Team außerdem regelmäßige Gelegenheiten, immer besser in der Zusammenarbeit werden</p>



<p>Der große Vorteil: Scrum ist ideal, wenn Vorhanden besonders <strong>komplex</strong> sind und viel Austausch und Lernzyklen notwendig ist. Kurze Feedbackschleifen helfen, schnell zu reagieren und Anpassungen vorzunehmen. Wer tiefer einsteigen will, findet die Details im <a href="https://www.scrum.org/">Scrum Guide</a>.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein Team entwickelt eine neue App. Mit Scrum können Features in zweiwöchigen Abständen direkt gemeinsam mit den Nutzern getestet und verbessert werden. Nutzerfeedback fließt dabei in den nächsten Sprint ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kanban: der kontinuierliche Fluss</strong></h2>



<p>Kanban als Methode hat eine andere Geschichte und Eigenschaften als das Scrum-Framework. Die Wurzeln liegen weiter in der Vergangenheit. In den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg entwickelte Toyota ein Produktionssystem, das Materialflüsse über einfache Karten (<em>Kanban</em> = „Karte“ oder „Schild“ auf Japanisch) steuerte. Ziel war es, Überproduktion zu vermeiden und nur das zu produzieren, was gerade gebraucht wurde – ein frühes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanban">Pull-System</a>.</p>



<p>In den 2000er-Jahren übertrugen Software-Teams diese Prinzipien auf Wissensarbeit. Einer der Pioniere war David J. Anderson, der Kanban als Methode für IT-Teams formulierte und populär machte.</p>



<p>Statt Arbeit in feste Zeitabschnitte zu pressen, setzt Kanban auf <strong>kontinuierlichen Fluss</strong>. Jede Aufgabe durchläuft verschiedene Phasen: häufig in etwa von „To Do“ über „In Progress“ (oder “In Process”) bis „Done“. Sichtbar wird das Ganze auf einem Kanban-Board, das heute meist digital geführt wird, etwa mit Tools wie Jira, Planner oder Trello.</p>



<p>Ein wichtiges Steuerungselement von Kanban-Teams sind die <strong>Work-in-Progress-Limits</strong> (WIP). Sie legen fest, wie viele Aufgaben gleichzeitig bearbeitet werden dürfen. So wird Überlastung vermieden und werden Engpässe sichtbar &#8211; und das Team konzentriert sich auf das Wesentliche.</p>



<p>Ein Vorteil von Kanban liegt in der <strong>Flexibilität</strong> der Methode. Neue Aufgaben können jederzeit hinzugefügt oder Prioritäten geändert werden, ohne dass ein kompletter Plan über den Haufen geworfen werden muss. Auch Support- oder Betriebsteams profitieren davon, wenn sie oft auf Ad-hoc-Anfragen reagieren müssen.</p>



<p><strong>Beispiel aus der Praxis:</strong> Ein IT-Support-Team nutzt Kanban, um Tickets zu priorisieren. Sobald die Spalte „In Progress“ zu voll wird, ist klar: Es gibt einen Engpass, den das Team lösen muss.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kanban und Scrum im Vergleich: <strong>Die Unterschiede im Überblick</strong></h3>



<p>Um die Unterschiede auf einen Blick sichtbar zu machen, lohnt sich ein direkter Vergleich:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Merkmal</strong></td><td><strong>Scrum</strong></td><td><strong>Kanban</strong></td></tr><tr><td><strong>Arbeitsrhythmus</strong></td><td>Feste Iterationen (Sprints)</td><td>Kontinuierlicher Fluss nach Pull-Prinzip</td></tr><tr><td><strong>Teamstruktur &amp; Austausch</strong></td><td>Klare Verantwortlichkeiten im Team, festgelegte Events</td><td>Keine Rollen oder Meetings vorgeschrieben, nur einige Meetings empfohle. Rollen bleiben bei einem Umstieg auf Kanban erhalten</td></tr><tr><td><strong>Steuerung und Messung</strong></td><td>Steht dem Team frei &#8211; oft verwendet: Velocity, Burndown Charts o.ä.</td><td>Empfohlen: Metriken wie Cycle Time, Durchsatz, WIP-Limits</td></tr><tr><td><strong>Flexibilität</strong></td><td>Änderungen im Sprint eingeschränkt möglich (solange Sprintziel nicht gefährdet und immer nach Absprache)</td><td>Anpassungen und Änderungen grundsätzlich möglich, mit Blick auf WIP-Limits und Kapazität</td></tr><tr><td><strong>Mögliche Einsatzfelder</strong></td><td>Produktentwicklung, komplexe Projekte</td><td>Produktentwicklung, Betrieb, Support</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Scrum bringt also vor allem iterative <strong>Lern- </strong>und <strong>Anpassungszyklen </strong>und damit eine gewisse <strong>Struktur</strong>, Kanban dagegen fokussiert sich mehr auf <strong>Flow </strong>und <strong>kapazitätsbasiertes Arbeiten</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Empfehlungen</strong></h2>



<p><strong>Scrum kann die richtige Wahl</strong>, wenn ein Team ein komplexes Produkt entwickelt, etwa eine neue App oder ein größeres Feature. Hier braucht es klare Verantwortlichkeiten und einen festen Takt, um Orientierung zu geben. Die Sprint-Taktung hilft, sich auf kurzfristige Ziele zu konzentrieren, ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.</p>



<p><strong>Kanban hingegen</strong> punktet besonders dann, wenn Aufgaben unregelmäßig und oft ungeplant hereinkommen. Support-Tickets, Wartungsaufgaben oder unvorhersehbare Betriebsanforderungen lassen sich in einem fließenden System viel leichter steuern. Das Kanban-Board schafft Transparenz, und die WIP-Limits verhindern, dass das Team sich verzettelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit&nbsp;</strong></h2>



<p>Die Entscheidung zwischen Scrum und Kanban ist keine Glaubensfrage, sondern auch eine Frage der Voraussetzungen. Wer gerade von der Taktung profitieren kann, fährt mit Scrum sehr gut. Wer dagegen besonders viel Flexibilität benötigt und mit wechselnden Prioritäten bei ständigem Anforderungseingang auf einen guten Arbeitsfluss setzen möchte, ist mit Kanban gut bedient.</p>



<p>In der Praxis zeigt sich: Viele Teams starten zunächst z.B. mit Scrum und nehmen sich später Elemente von Kanban hinzu &#8211; oder umgekehrt. Das ist ebenfalls legitim (solange sich alle Beteiligten im Klaren sind, wie zusammengearbeitet wird), um ein Arbeitsmodell zu finden, das zum Team, zum Produkt und zu den Rahmenbedingungen passt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>FAQ: Scrum oder Kanban?</strong></h2>



<p><strong>Wann Scrum und wann Kanban?</strong><strong><br></strong>Scrum eignet sich dann sehr gut, wenn ein Team von iterativen Abläufe und Lernzyklen profizieren kann, etwa bei komplexen Produktentwicklungen mit vielen Beteiligten. Kanban ist besonders sinnvoll, wenn Anforderungen häufig wechseln und Aufgaben flexibel gesteuert werden müssen, z. B. in Support- oder Betriebsteams.</p>



<p><strong>Wann ist es schwierig, mit Kanban zu arbeiten?</strong><strong><br></strong>Kanban kann an Grenzen stoßen, wenn die Arbeit eines Teams stark von anderen abhängt. Gerade ohne klaren Takt kann es passieren, dass die Koordination leidet. Lösungsansätze können darin liegen, die anderen Teams in das Kanban-System einzubinden.</p>



<p><strong>Wann entscheidet man sich eventuell nicht für Scrum?</strong><strong><br></strong>Scrum ist weniger geeignet, wenn neue Aufgaben unregelmäßig und kurzfristig auftreten, etwa im 24/7-Support. Auch sehr kleine Teams ohne klare Rollenverteilung profitieren oft nicht von den Scrum-Abläufen in ihrer Gänze. Unabhängig davon kommt es auch nicht selten es vor, dass Produktentwicklungs-Team dann zu Kanban wechseln, wenn sie von einem Neuentwickungs- eher in eine Art Betriebsmodus ihres Produkts übergehen.</p>



<p><strong>Was gibt es darüber hinaus noch zu beachten?</strong><br>Kanban bietet Flexibilität, aber weniger klare Verantwortlichkeiten und nicht unbedingt immer eine kurzzyklige Taktung. Das kann dazu führen, dass Themen wie Verantwortung, Priorisierung oder Feedback zu kurz kommen. Scrum bringt hierfür zwar ziemlich klare Vorschläge mit – allerdings kann dies ein größerer Umstellungsaufwand für alle sein. In der Folge wünschen sich viele Teams eine Anpassung der Arbeitsweise entgegen den Regeln im Scrum Guide und “verwässern” dadurch eventuell das Framework. Im besten Fall hat das Team eine gute Begleitung, so dass es zu seiner optimalen Arbeitsweise findet.</p>



<p></p>
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		<title>Kanban Boards in klassischen Projektteams</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Antje Lehmann-Benz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 08:59:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Agil]]></category>
		<category><![CDATA[Hybrid]]></category>
		<category><![CDATA[Kanban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kann ein Kanban-Board in klassisch arbeitenden Projektteams eingeführt werden? Viele Agile Arbeitsweisen, können auch in einem klassisch arbeitenden Projektteam sofort umgesetzt werden, ohne ein Framework oder ähnliches einzuführen. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz eines Kanban-Board. Was ist ein Kanban-Board? Ein Kanban-Bord ist ein visuelles Hilfsmittel, das Projektteams bei der Organisation und Verwaltung ihrer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann ein Kanban-Board in klassisch arbeitenden Projektteams eingeführt werden?</strong></h2>



<p>Viele Agile Arbeitsweisen, können auch in einem klassisch arbeitenden Projektteam sofort umgesetzt werden, ohne ein Framework oder ähnliches einzuführen. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz eines Kanban-Board.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was ist ein Kanban-Board?</strong></h3>



<p>Ein Kanban-Bord ist ein visuelles Hilfsmittel, das Projektteams bei der Organisation und Verwaltung ihrer Arbeit unterstützen kann. Es ist besonders nützlich für Teams, die agile Methoden anwenden, da es die Möglichkeit bietet, den Fortschritt zu verfolgen und Engpässe im Arbeitsablauf zu erkennen. Die Einführung eines Kanban-Boards für die tägliche Zusammenarbeit kann ein erster Schritt zu agilerem Arbeiten sein.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2023/08/iStock-1194076822.jpg" alt="" class="wp-image-115" style="width:800px;height:533px" width="800" height="533" srcset="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2023/08/iStock-1194076822.jpg 800w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2023/08/iStock-1194076822-300x200.jpg 300w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2023/08/iStock-1194076822-768x512.jpg 768w, https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/wp-content/uploads/2023/08/iStock-1194076822-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Kanban-Board stellt Aufgaben und Prozesse visuell dar</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was sind die Vorteile eines Kanban-Boards?</strong></h3>



<p>Ein Kanban-Board bietet eine Vielzahl von Vorteilen für agile und klassische Projektteams. Zunächst einmal kann es dabei helfen, den Überblick über den Arbeitsfortschritt zu behalten. Jedes Teammitglied kann jederzeit sehen, welche Aufgaben bereits erledigt wurden und welche noch anstehen. Dies erleichtert die Planung und Koordination der Arbeit.</p>



<p>Ein weiterer Vorteil ist, dass Probleme und Engpässe im Arbeitsablauf auf einfache Art und Weise erkannt werden können. Zum Beispiel kann eine Stau-Situation in einer bestimmten Spalte auf eine Überlastung oder ein Zeitproblem hinweisen, das behoben werden muss.</p>



<p>Auch die Zusammenarbeit im Team wird verbessert. Da jedes Teammitglied den Arbeitsfortschritt sieht, kann es leichter entscheiden, welche Aufgaben als nächstes angegangen werden sollten. Dies führt zu einer effektiveren Nutzung der Zeit und Ressourcen.</p>



<p>Schließlich kann die Verwendung eines Kanban-Boards einen positiven Einfluss auf die Motivation und das Engagement des Teams haben. Da jedes Teammitglied sieht, welche Fortschritte erzielt werden, kann es sich besser auf die Ziele des Projekts konzentrieren und seine Arbeit mit größerer Motivation ausführen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tipps für die erfolgreiche Einführung</strong> eines Kanban-Board</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Auswahl des geeigneten Tools</strong></h3>



<p>Es gibt sowohl physische Kanban-Boards als auch digitale Tools wie <a href="https://www.atlassian.com/software/jira">Jira</a>, <a href="https://trello.com/">Trello</a>, <a href="https://asana.com/de">Asana</a> oder <a href="https://monday.com">Monday</a>. Stelle sicher, dass das gewählte Board oder Tool für alle Teammitglieder zugänglich ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erklärung des Zwecks</strong></h3>



<p>Erkläre den Zweck des Boards auf eine Art und Weise, dass es von allen Teammitgliedern verstanden wird. Verwende Beispiele, wie andere Teams Kanban-Boards erfolgreich einsetzen, um ihre Produktivität zu steigern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Definition des Arbeitsablaufs</strong></h3>



<p>Definiere den Arbeitsablauf durch die Erstellung von Spalten auf dem Board, die jede Phase des Prozesses darstellen. Die häufigsten Spalten sind: &#8222;Zu erledigen&#8220;, &#8222;In Arbeit&#8220; und &#8222;Erledigt&#8220;. Es empfiehlt sich, den aktuellen Prozess abzubilden und diesen erst später gemeinsam mit dem Team zu verbessern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Darstellung jeder Aufgabe</strong></h3>



<p>Jede Aufgabe sollte durch eine Karte auf dem Board dargestellt werden. Diese Karte sollte wichtige Informationen wie eine kurze Beschreibung der Aufgabe, den verantwortlichen Mitarbeiter und relevante Fälligkeitstermine enthalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Nutzung des Kanban-Board</strong></h3>



<p>Ermutige das Team, das Kanban-Board regelmäßig zu nutzen, um den Fortschritt zu verfolgen und Aufgaben in die verschiedenen Spalten zu verschieben. Dies hilft allen, den Überblick über ihre Arbeit zu behalten und Probleme zu erkennen, die behandelt werden müssen. Eine regelmäßige Nutzung des Boards ermöglicht auch eine bessere Koordination und Verbindung mehrerer Teams, die sonst eher unabhängig voneinander arbeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Regelmäßige Überprüfung und Verbesserung</strong></h3>



<p>Es ist wichtig, dass das Kanban-Board nachhaltig etabliert und genutzt wird. Daher sollte am Anfang der bereits vom Team gelebte Prozess abgebildet werden. Wenn der Start erfolgreich war, kann der Prozess kontinuierlich verbessert werden. Es hat sich bewährt, sich regelmäßig vor dem Board zu treffen, den Arbeitsfortschritt gemeinsam zu betrachten, Hindernisse zu besprechen und benötigte Unterstützung zu erörtern. Dies kann in <a href="https://projektmanagement-kanban-scrum.antjelehmann.com/hybrid/regelmassige-synchronisationsrunden/">Synchronisationsrunden</a> oder extra dafür geschaffenen Meetings geschehen. Dies schafft den ersten Schritt zu mehr Transparenz und hat häufig eine sehr positive Auswirkung auf alle Beteiligten.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Ein Kanban-Board kann ein wertvolles Werkzeug für Projektteams sein, das die Organisation und Verwaltung der Arbeit erleichtern kann. Es bietet eine sichtbare Darstellung des Arbeitsfortschritts, erleichtert die Zusammenarbeit im Team und kann zu einer besseren Motivation und einem höheren Engagement beitragen. Um das volle Potenzial des Kanban-Boards auszuschöpfen, ist es wichtig, es regelmäßig zu überprüfen und zu verbessern.</p>



<p>Insgesamt kann die Einführung eines Kanban-Boards in klassisch arbeitenden Projektteams ein großer Schritt zu einem agilen Arbeitsstil und einer besseren Zusammenarbeit im Team sein. Warum also nicht den ersten Schritt machen und ein Kanban-Board einführen?</p>
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